Montag, 18. August 2014

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass..

Halb sieben morgens und ich wache vom prasselnden Regen auf.. In Deutschland wäre das kein Problem – da würde einen höchstens der Lärm stören, doch mir kommt schnell der Gedanke, dass es hier anders ist und ich springe aus dem Bett, gucke durch das Fenster und meine Befürchtungen bestätigen sich: Das Wasser ist dabei, in unseren Vorbau zu laufen in Richtung Eingangstür. Schnell wecke ich erst Lea und dann wir beide die Jungs. Als wir alle aufgestanden und bereit sind, zu handeln, war dies auch dringend nötig, denn das Wasser (schlammig, braun, mit ganz viel Dreck) ist dabei, unter unsere Tische und Stühle zu laufen. Der Boxsack springt mir ins Auge und wird ganz schnell umfunktioniert zum Sandsack vor unserer Tür. Die Anderen trauen sich mit Regenjacke und hochgezogener Schlafanzughose nach draußen um schnell eine Art Damm zu bauen und irgendwas, um das Wasser umzuleiten. Es funktioniert, denn das Wasser steht zwar in unserem Haus und Vorbau, aber es wird nicht mehr. Wieder im Bett, trauen wir uns gar nicht richtig, wieder einzuschlafen, denn der Damm könnte ja aus irgendeinen verrückten Grund brechen und alles würde von vorne beginnen, aber die Sorge war zum Glück unberechtigt.. Als der Regen irgendwann aufhörte oder weniger wurde, guckten wir aus der Tür und unsere Nachbarn und Nachbarskinder waren dabei, uns ganz selbstverständlich dabei zu helfen, den Schlamm zu entfernen und sauber zu machen. Ich war schwer beeindruckt von der Hilfsbereitschaft – das zeigt wieder einmal, was für eine enge und liebenswürdige Community Berlin doch ist!!  

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