Freitag, 31. Oktober 2014

Happy Halloween

Dass die Kinder hier in Berlin nicht von Haus zu Haus laufen und nach Süßem fragen, dachten wir uns schon, aber trotzdem war ich ziemlich erstaunt als ich herausfand, dass für fast alle Halloween etwas sehr Fremdes ist. So war es sicherlich sehr schön für diejenigen, die wir heute zu uns eingeladen haben um mit ihnen Kürbisse auszuhöhlen - zumindest schien es so, als hätten sie viel Spaß und die Ergebnisse lassen sich auch sehen: 






Freitag, 24. Oktober 2014

Basketball, Basketball, Basketball!

Glücklicherweise spielt Basketball endlich wieder eine größere Rolle in meinem täglichen Leben, denn nicht nur in der Freizeit spielen wie immer mehr Basketball (neulich auch mit Bongo, der ganz beeindruckt von unserem Können war "Yu, I'm playing with pros.." - er hatte hier ja offensichtlich nie die Möglichkeit, Basketball zu lernen und zu spielen), sondern auch in der Schule bzw. nach der Schule wird jetzt Basketball gespielt! Steffen und ich wollten unserer Idee, ein Projekt zu starten, nachgehen und haben netterweise ein paar Bälle von den Jungs in East London dafür bekommen. Es ist ganz verrückt, aber ich habe den Eindruck, dass auf einmal alle Basketball spielen wollen: Auch Christoph und ich haben zur Schule mal einen Ball mitgenommen, die Kinder auf Basketball angesprochen und plötzlich wollen sie sich in den Pausen immer den Ball ausleihen und dribbeln um die Wette. Ein super süßer Junge aus der zweiten Klasse hat uns eine Liste geschrieben auf der sein Name sowie der elf seiner Freunde darauf stehen - alle wollen sie Basketball spielen. 
Gestern gab es dann das erste offizielle Training für 5.-7.-Klässer/innen von der Nkosinathi Primary School und der Berlin Primary School und das Interesse war groß! Leider wurden die Kinder falsch informiert, sodass auch 4.-Klässler/innen dabei waren und die Gruppe eigentlich zu groß war um richtiges Training zu machen. Doch das ging sowieso nicht, denn einige kamen zu spät, sehr viele mussten früher gehen, weil ihr Transport abfuhr, ... - es war alles noch sehr durcheinander, aber egal: Es gibt eine Zukunft für das Projekt, das ist das Wichtigste! Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt, aber ich bin überglücklich, meine Leidenschaft mit den Kindern teilen zu können. Natürlich haben wir immer noch keine Körbe zaubern können, aber dann lernen die Kleinen halt gleich, direkt in den Korb zu werfen und können irgendwann besser Zupfer werfen als alle Anderen :D 


Noch etwas Anderes: Wir haben eeeendlich Wlan!!! Schon seit mehr als einem Monat warten wir darauf und jetzt ist es endlich soweit ;) Nach fast drei Monaten ohne stätigen Internetzugang weiß ich dieses Privileg jetzt mehr als zu schätzen und genieße es sehr: Musik hören zum Beispiel hat mir sehr gefehlt und auch Skypen ist jetzt möglich. Vielleicht war es aber gar nicht so schlecht, dass wir das in unserer Eingewöhnungsphase nicht konnten - so waren wir mehr hier als in Deutschland. Doch jetzt ist es auch echt schön, mal wieder mit Freunden und Familie quatschen zu können. 

Dienstag, 14. Oktober 2014

Roadtrip 1.0

Auf unserem ersten Roadtrip zusammen mit Rieke, Lynn und Maria sind Lea und ich erst nach Durban und dann in die Drakensberge gefahren. Es war mega aufregend, ein bisschen mehr von Südafrika kennenzulernen (und in Durban hatte man teilweise das Gefühl, man sei in Indien gelandet). In Durban waren wir unter Anderem auf dem Moses-Mabhida-Stadion und haben den Victoria Street Market besucht. Aus der Großstadt raus in die Berge, kamen wir Donnerstag bei unserem zweiten Stop an, wo wir auch sehr viele der anderen Freiwilligen getroffen haben. Alle haben uns schon ganz begeistert von den atemberaubenden Ausblicken und der schönen Natur erzählt und am nächsten Tag durften wir es selber miterleben: Wir haben bei einer Lesotho-Tour mitgemacht, die von unserem Backpackers angeboten wurde, und im dritt ärmsten Land der Welt wurden wir von der Aussicht überwältigt. Außerdem haben wir einen traditionellen Heiler kennenlernen dürfen, der uns erzählt hat, wie er zum Heiler wurde. Kultur pur! 














48hr Spinathon

Am Wochenende vom 03.10.-05.10. war es so weit und der Spinathon stand vor der Tür. Das ist eine vor allem von Brett (unser Ansprechpartner hier in Südafrika) organisierte Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der Spenden für das East London Child and Youth Care Center gesammelt werden. Das wurde natürlich mit einem sportlichen Aspekt verbunden, denn gespendet hat man indem man dafür bezahlt, eine Stunde auf einem Spinnrad zu fahren. Bretts Meisterleistung, 48 Stunden durchzufahren, konnten wir dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen leider nicht miterleben, aber trotzdem war das Durchhaltevermögen einiger Teilnehmer außerordentlich beeindruckend: Eine Frau ist 24 Stunden durchgefahren und Andere haben mit Pausen noch viel mehr Stunden auf ihrem Konto. Auch wenn es sehr anstrengend war, war es uns natürlich eine Ehre bei einer Veranstaltung mit so einem guten Zweck mitzuhelfen.
Innerhalb unserer WG hatten wir uns vorgenommen, zusammen 48 Stunden zu schaffen - also acht Stunden pro Person - und das haben wir glücklicherweise auch durchgezogen.




Heritage Day


Der Heritage Day (ein nationaler Feiertag (24.09.), bei dem die Südafrikaner ihre Kultur und die Vielfalt ihrer Traditionen und ihres Glaubens feiern) wurde an unserer Schule etwas verspätet gefeiert, aber besser spät als nie, denn es war eine sehr schöne Erfahrung! Christoph und ich durften viele unserer Schülerinnen und Schüler mal nicht in ihrer Uniform, sondern in traditioneller Kleidung sehen und den ganzen Tag wurde getanzt und gesungen - unglaublich spannend :)


Friseurstudio Berlin Boys

Unsere Jungs haben hier in Südafrika verborgene Talente und Leidenschaften entdeckt :D Sowohl Steffens, als auch Timos und Lasses Haare wurden von den Jungs gegenseitig geschnitten und ich muss sagen, das Ergebnis lässt sich sehen - besser als erwartet auf jeden Fall!


Best Day Ever

Freitag stand mal wieder ein großes Match zwischen der Nkosinathi und der Berlin Primary School an (Fußball) und diesmal war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend: Das Team für das mein Herz schlägt hat 2:1 gewonnen!! Timo und Steffen haben sich auch echt Mühe gegeben, so zu wirken als würde ihnen das gar nicht so viel ausmachen :D Viel besser war aber was danach passiert ist: Ich hatte einen Netball mitgenommen an die Berlin Primary und mit Steffen und ein paar Jungs sind wir auf den Netballplatz gegangen und haben Basketball gespielt :)) Es war so unglaublich schön, mal wieder einen Ball dribbeln zu können und vor allem zu sehen, wie viel Spaß auch die Kinder hatten. Es kam sogar die Frage auf, ob ich die Kleinen nicht trainieren könnte und da sehen Steffen und ich natürlich ein zukünftiges Projekt, denn die Jungs haben echt Potenzial. Zwar haben wir wie gesagt keinen Basketballplatz oder Ähnliches, aber zumindest wissen wir jetzt, dass es Kinder gibt, die unser Hobby auch anspricht und die von uns lernen wollen. Den Tag haben wir mit einem Spiel unter uns Großen abgeschlossen und obwohl ich mit Christoph knapp gegen Steffen, Timo und Lasse verloren hab, tat es unglaublich gut, mal wieder zu spielen, denn das hatte mir wirklich gefehlt.