Dienstag, 5. August 2014: Für
Christoph und mich war das der erste Tag mit richtigem, von uns
geleitetem Sportunterricht. Mit Bällen und Hütchen unterm Arm kamen
wir völlig motiviert, aber auch etwas gespannt an unserer Schule an
und wurden von allen Kindern herzlich begrüßt: Umarmungen, alle
wollen einen an die Hand nehmen, .. schon ziemlich süß! :D Es
klappte soweit alles ganz gut, aber bei einer Sache waren Christoph
und ich uns einig: Wir müssen in Zukunft unsere Trillerpfeifen
mitnehmen, denn sonst haben wir am Ende jedes Tages keine Stimme
mehr.
Als ich mit Lea am Nachmittag die
Tanzgruppe von Jamila und Luisa unterrichten wollte, haben wir noch
die Trauer der Kinder zu spüren bekommen, denn viele der Mädels
haben angefangen zu weinen und an die Tafel zu schreiben „We love
you, we miss you, please come back!“ - das ist einerseits natürlich
und schön, denn es zeigt wie sehr die Kinder die Freiwilligen ins
Herz geschlossen haben, aber andererseits macht es uns den Einstieg
etwas schwieriger wenn wir mit ihnen verglichen werden oder
Ähnliches. Aber ich bin zuversichtlich, dass auch wir bald ein Teil
ihrer Herzen sein werden!
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Mittwoch war bis jetzt der
anstrengendste Tag, denn wir hatten viele Klassen und unter Anderem
die erste Klasse – das war eine Herausforderung!! Die Kinder haben
sich echt schwer getan, zuzuhören, still zu halten, einen Kreis bzw.
eine Reihe zu bilden.. Bis wir die unter Kontrolle haben werden, das
wird wohl noch so seine Zeit brauchen. Nachmittags haben Christoph
und ich das erste Mal das Volleyballteam trainiert und als wir den
Kindern erzählt haben, dass es nicht gut sei den Müll in die Natur
zu werfen hat einer uns gefragt, ob wir denn Umwelt studieren würden
:D Da kommt wohl unsere typisch deutsche Erziehung zum Vorschein. Wie
die letzten Tage auch schon waren vor unserem Haus so einige Kinder
und dann sind wir mit mehr als 50 Kindern joggen gegangen, was eine
unglaublich schöne Erfahrung war! Meine Schwester hat mich gefragt,
ob es denn nicht anstrengend sei auf so viele Kinder aufzupassen,
aber irgendwie musste man nicht aufpassen, denn die sind alle ganz
brav mitgelaufen. Und wie sie mitgelaufen sind: in
Badelatschen/Ballerinas/Hausschuhen/barfuß/.. der Unterschied zu
deutschen Kindern ist schon echt auffällig! Auf dem Weg haben wir
Babyhunde gesehen und kurz kam die Überlegung auf, einen mit nach
Hause zu nehmen (was wir natürlich gelassen haben). Danach haben wir
erst einmal schön gegrillt und alle sechs zu Hause gegessen.
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Donnerstag ist Grey's Anatomy-Tag :D Das haben Christoph uns heute
überlegt, denn nach einer Aufwärmübung, die wir auf Wunsch einer
Lehrerin übernommen haben, hatten wir (ich bis zur Tanzgruppe) frei
:) Doch frei haben ist nicht frei haben hier: Als wir nach dem Tanzen
zu den Kindern meinten „See you tomorrow“ bekamen wir nur zurück
„No, see you today“, denn nach der Schule warteten schon die
ersten vor unserem Haus und wollten mit uns Klavier spielen und Bälle
ausleihen. Was ich noch erzählen wollte: heute Morgen auf dem Weg
zur Toilette kam ich an 10 Kühen im Garten vorbei – das kann auch
nicht jeder von sich behaupten.

Kühe im Garten :D , ein Grey´s Anatomy-Tag und ich lese schon zum dritten Mal Volleyball, das gefällt mir ;P
AntwortenLöschenDas Foto mit den joggenden Kindern sieht ja unnglaublich cool aus!