Mittwoch, 12. August 2015

Meine letzten Wochen

Heute bin ich seit genau zwei Wochen wieder in Deutschland und überwältigt von allen neuen alten Eindrücken, den ganzen Wiedersehen und den nostalgischen Erinnerungen an unsere Zeit in Südafrika. 
Um mit meinem Blog abzuschließen, möchte ich euch auch noch von den letzten Ereignissen in Südafrika berichten.

In den letzten Ferien habe auch ich Besuch bekommen - allerdings nicht aus Deutschland, sondern aus Frankreich. Meine ehemalige Austauschpartnerin und gute Freundin Anissa ist nach Südafrika geflogen, damit ich ihr meine Arbeit und dieses wunderschöne Land zeigen kann. 
Das erste, was sie von Südafrika mitbekommen hat, war African Time :D Leider ist das Auto mit dem wir sie vom Flughafen abholen wollten nicht angesprungen und so mussten wir erst alles mögliche probieren, bis wir endlich auf dem Weg nach East London waren. Das nächste war der große Spaß fast zwei Tage ohne Strom auszukommen. So hatten wir unter anderem ein gemütliches Lagerfeuer, um kochen zu können. 


Erster Stop unser gemeinsamen Reise war P.E., wo wir die anderen Freiwilligen besucht haben. Ein ganz besonderer Tag war der 05., denn da wurde Anissa 20 Jahre alt und wir sind zusammen frühstücken, ins Kino und abends essen und etwas trinken gegangen. Außerdem durften wir in P.E. etwas kulturelles miterleben: Eine Lehrerin der Schule an der Leonie und Johanna arbeiten wurde zur traditionellen Heilerin und das wurde gefeiert! 



Weiter ging es nach Plettenberg Bay. Unser Aufenthalt dort war von Tieren geprägt: Wir haben einen Cheetah Walk sowie einen Game Drive gemacht. 


Nachdem wir unsere Weiterfahrt nach Kapstadt um eine Nacht verschieben mussten, weil wir beide krank wurden, kamen wir doch noch heile an und sind am nächsten Tag auch schon durchgestartet und auf den Tafelberg gestiegen. Das war unfassbar anstengend, aber wir waren so stolz als wir nach ca. zwei Stunden oben waren. Und die Aussicht war natürlich wieder atemberaubend! 





Insgesamt war es ein sehr schöner letzter Urlaub durch Südafrika und ganz besonders, weil ich die Leidenschaft, die ich für dieses Land habe, mit jemandem von zu Hause teilen durfte. Danke, Anissa, dass du den weiten Weg auf dich genommen hast! 

Zurück in Berlin war langsam aber sicher alles von dem Das-letzte-Mal-Gedanken geprägt. Das letzte Mal einkaufen gehen, das letzte Mal joggen gehen, das letzte Mal feiern gehen, das letzte Mal Freunde treffen, das letzte Mal zur Schule gehen und und und. 

Bevor wir das Haus verlassen sollten, wollten wir alle Spenden und alte T-Shirts und was sich noch so anfinden ließ an die Kinder weitergeben und haben eine große Verschenk-Aktion organisiert. Am Mittwoch standen die Kinder Schlange vor unserem Haus und wir haben eins nach dem anderen ausgestattet. Wir wussten, dass die Sachen so an der richtigen Stelle gelandet sind und für die Kleinen war es besser als Weihnachten - einige gingen mit mehreren Plastiktüten nach Hause. 







Am Donnerstag stand der offizielle Farewell für Christoph und mich an. Die gesamte Schule sowie wichtige Mitglieder und Eltern der Community hatten sich in dem größten Raum unserer Schule versammelt um uns zu verabschieden. Wie das so üblich ist, wurde sehr viel gesungen und beim Anblick der Kinder und ihrer traurigen Gesichter konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. So viele Menschen haben an diesem Tag Reden gehalten und uns erzählt, was wir ihnen bedeuten. Die Rede einer Schülerin hat mich am meisten gerührt. Außerdem bekamen wir noch einige Abschiedsgeschenke und nachdem wir den SchülernInnen das Video gezeigt haben, das wir zusammengestellt hatten, haben alle zusammen gegessen. 

unser Geschenk an die Nkosinathi PS




Am Nachmittag kam unser Basketballteam noch ein letztes Mal zusammen und Steffen und ich gaben ihnen unser Abschiedsgeschenk: persönlich bedruckte Mannschafts-T-Shirts! Sie haben sich riesig gefreut und wir uns auch. 

Berlin Hawks!
Dieser Tag war erst der Anfang des traurigen Abschiednehmens... Einen Tag später weinten die SchülerInnen der Berlin Primary School und abends nahmen wir Abschied von den meisten unserer Freunde. 





Samstag hatten wir unseren letzten gemeinsamen Abend mit den East-London-Freiwilligen bei Lars zu Hause und am Sonntag mussten wir Lea, Steffen und Lasse zum Flughafen bringen. Es war so traurig, kaum ein Auge blieb trocken. Als sie weg waren, fühlten Timo, Christoph und ich uns ganz komisch - ein Teil von uns fehlte.. 
Montag war dann unser letzter Tag in Berlin und auch der letzte Tag in der Schule. Wir haben nochmal jeder Klasse das Video gezeigt und so das Jahr revue passieren lassen. Jeder Schüler und jede Schülerin wurde ein letztes Mal umarmt und dann wurden wir von unserer siebten Klasse noch sehr lieb überrascht; Sie haben Geld zusammengesammelt und davon einen Kuchen, ein paar Snacks und Getränke für uns gekauft. So viele nette, bedeutsame Worte und noch so viele Tränen.. 





Am Abend haben wir noch für unsere zwei engsten Freunde und für unsere zwei liebsten Nachbarskinder gekocht, um uns zu verabschieden. 

Am nächsten Morgen hieß es dann 

Good bye South Africa, I will miss you so much!

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen Menschen bedanken, die mir dieses unvergessliche und beste Jahr meines Lebens ermöglicht haben! ENKOSI 

Samstag, 27. Juni 2015

Farewell Events

Diese Woche war die letzte vor den Ferien und damit auch fast unsere letzte, die wir mit Kindern verbringen können. Wir hatten drei Aktionen geplant, um den Abschluss so schön wie möglich zu gestalten - diese Woche sollte Berlin nie vergessen. Am Mittwoch fing es an der Nobutho Combined School an mit dem ersten Farewell-Sports-Day: Wir haben eine Hüpfburg organisiert und kleinere Stationen wie Gesichter anmalen, Armbänder flechten, Dosenwerfen, Fühlboxen und Dreibeinfußball angeboten. 


 






Am Donnerstag haben wir am Morgen die Schüler der Nkosinathi Primary School abgeholt, sind mit denen singend durch Berlin zur Berlin Primary School gelaufen, um dort unseren gemeinsamen Sporttag zu verbringen. Neben den oben genannten Aktivitäten gab es noch Sackhüpfen und - etwas ganz besonderes - die Dunkelkammer: Einen Klassenraum haben wir komplett abgedunkelt und drinnen einen Parcour mit schreckhaften Elementen vorbereitet. Draußen hat man nur Schreie gehört und die Kinder standen Schlange wie im Heidepark. Die Lehrer versicherten uns schon, dass dieser Tag für immer in ihren Herzen bleiben wird. 


Gestern stand dann das große Finale an: die School's Out Party. Wir haben die Berlin Hall gemietet sowie einen DJ engagiert und alle Kinder Berlins eingeladen. Es wurde getanzt, Limbo und Juice Pong gespielt und die Gesichter blieben auch nicht unangemalt. 
Abends sind wir alle komplett kaputt ins Bett gefallen, aber mit einem Lächeln, denn es hat alles echt gut geklappt.