Samstag, 27. Juni 2015

Farewell Events

Diese Woche war die letzte vor den Ferien und damit auch fast unsere letzte, die wir mit Kindern verbringen können. Wir hatten drei Aktionen geplant, um den Abschluss so schön wie möglich zu gestalten - diese Woche sollte Berlin nie vergessen. Am Mittwoch fing es an der Nobutho Combined School an mit dem ersten Farewell-Sports-Day: Wir haben eine Hüpfburg organisiert und kleinere Stationen wie Gesichter anmalen, Armbänder flechten, Dosenwerfen, Fühlboxen und Dreibeinfußball angeboten. 


 






Am Donnerstag haben wir am Morgen die Schüler der Nkosinathi Primary School abgeholt, sind mit denen singend durch Berlin zur Berlin Primary School gelaufen, um dort unseren gemeinsamen Sporttag zu verbringen. Neben den oben genannten Aktivitäten gab es noch Sackhüpfen und - etwas ganz besonderes - die Dunkelkammer: Einen Klassenraum haben wir komplett abgedunkelt und drinnen einen Parcour mit schreckhaften Elementen vorbereitet. Draußen hat man nur Schreie gehört und die Kinder standen Schlange wie im Heidepark. Die Lehrer versicherten uns schon, dass dieser Tag für immer in ihren Herzen bleiben wird. 


Gestern stand dann das große Finale an: die School's Out Party. Wir haben die Berlin Hall gemietet sowie einen DJ engagiert und alle Kinder Berlins eingeladen. Es wurde getanzt, Limbo und Juice Pong gespielt und die Gesichter blieben auch nicht unangemalt. 
Abends sind wir alle komplett kaputt ins Bett gefallen, aber mit einem Lächeln, denn es hat alles echt gut geklappt.





Montag, 22. Juni 2015

Basketball Match in Mdantsane

Samstag haben Steffen und ich Unmögliches möglich gemacht. Zumindest kam uns das so vor, denn als wir letztes Jahr angefangen haben, in Berlin ein Basketballteam aufzubauen, hätten wir uns nie träumen lassen, eines Tages gegen eine andere Mannschaft zu spielen - vor allem, weil wir bei häufigen Nachfragen in der Gegend nie von einem Schulteam gehört haben. 
Dank Lars hatten wir aber irgendwann die Telefonnummer eines Basketball Coaches und Samstag war es soweit. Mit sechs Mädchen und sieben Jungs im gemieteten Taxi haben wir uns auf den Weg nach Mdantsane gemacht und alle waren sehr aufgeregt: deren erstes Spiel als BasketballerInnen und unser erstes Spiel als Coaches. 
Es hat sich herausgestellt, dass unsere Gegner die Champions des Eastern Capes sind und deshalb war es keine Überraschung, dass wir haushoch verloren haben. Aber darum ging es uns gar nicht: Wir waren so stolz zu sehen, wie sie sich entwickelt haben, wie sie ein Team geworden sind. 
Der Verantwortliche für Basketball im Eastern Capes hat uns am Ende des Tages noch so rührende Worte gewidmet, die uns gezeigt haben, wie viel wir geschafft haben. Er hat uns versichert, dass der Kontakt, den wir hergestellt haben, bestehen bleibt und unseren SpielerInnen sogar Hoffnung gemacht, dass sie durch ihn und seine Mannschaften evtl. einmal höher spielen könnten.
Als Dank haben wir ihnen einen unserer Basketbälle geschenkt, worüber sie sich sehr gefreut haben. Es war so schön, zu sehen, dass diese Kinder und Trainer unsere Leidenschaft für Basketball teilen und pausenlos auf diesem Platz spielen, der nicht einmal asphaltiert ist - auf halbkaputte Körbe. 







unser weibliches Gegnerteam


Dienstag, 16. Juni 2015

Sleepover

Am Freitag konnten wir endlich einen Plan umsetzen, den wir schon lange im Kopf hatten: Wir wollten dem Volleyballteam der siebten Klasse einen Sleepover ermöglichen - eine Aktion, die bestimmt fast jeder von uns während seiner Schulzeit erleben durfte: mit seinen Klassenkameraden lustige Spiele spielen, heimlich noch viel länger wach bleiben als erlaubt, viel zu viele Süßigkeiten essen und und und.. So hatten wir an dem Abend fünf Jungs und fünf Mädchen bei uns zu Hause, die wir von sechs Uhr abends bis zwei Uhr nachts bespaßt haben mit allen Spielen, die uns von früher eingefallen sind: Wer bin ich?, Schokolade mit Messer und Gabel auspacken, Mord im Dunkeln, Pantomime, ... Filme waren natürlich auch Teil des Abendprogramms. Auch als wir um 2am trotz "Wir sind noch nicht müde" und "Lasst uns noch etwas spielen" die Matratzenlager aufgebaut haben und um Ruhe gebeten haben, wurde noch bis fünf Uhr nachts geflüstert :D
Am nächsten Morgen habe ich eine Stunde lang Pfannkuchen gebraten und Christoph hat sich um Obst und Getränke gekümmert damit die Kinder ein super Frühstück hatten. Als wir dann, bevor alle gegangen sind, eine Ansprache bekamen "Thank you for everything you have done for us, we appreciate that very much! The games were so much fun!!", wussten wir, dass sich der Aufwand definitiv gelohnt hat.