Am 23.08. hat unsere
Freundin Esther Geburtstag gefeiert und auch das war anders als ich
es von zu Hause kenne. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie 28
geworden ist, oder daran, dass die letzten Geburtstagsfeiern, die ich
miterlebt habe, 18. Geburtstage waren und damit etwas besonderes,
aber es war anfangs nur ein sich gegenseitig vorstellen/ sich
unterhalten, dann haben alle einen Teller mit Essen in die Hand
gedrückt bekommen und später haben einige wenige getanzt. Danach
sind wir alle zusammen ins Hotel und da kam für meinen Geschmack
schon bessere Partystimmung auf, denn ausnahmsweise hat mir die Musik
gefallen, denn sie bestand mal nicht nur aus den immerselben Beats.
Was wir an dem Abend beim
feiern noch nicht wussten, ist, dass das Unwohlsein am nächsten Tag
nicht die Folgen des Abends waren, die man vermutet hatte, denn
sowohl Steffen, als auch Lea und ich hatten uns bei Esthers Sohn
angesteckt und mussten von Sonntag auf Montag eine schreckliche Nacht
überstehen. Unsere Projektpartner sollten also alleine zur Schule
gehen, denn unterrichten (geschweige denn überhaupt aus dem Bett
aufstehen) war unvorstellbar. Lasse war der Erste, der wieder nach
Hause kam. Warum? Einer der Lehrer an seiner Schule hatte ihn zurück
geschickt, damit er mit uns zum Arzt fahren kann. Wir blieben
allerdings liegen, denn der Gedanke an Aufstehen und eine lange
Autofahrt tat unseren Mägen nicht gut. Diesen Plan konnten wir
jedoch nicht lange verfolgen, denn schon bald stand auch Christoph
wieder im Haus und zwar mit einer unserer Lehrerinnen, die mit ihrem
Auto auf uns wartete und darauf bestand, dass wir mit ihr zum Arzt
fahren. Bei Ntosh sind keine Widerworte möglich, also rappelten wir
uns alle auf und waren kurze Zeit später in der „Clinic“ in
Berlin. Dort haben wir uns allerdings überhaupt nicht wohl gefühlt
und die Ärztin hat uns sowieso ins Krankenhaus geschickt, da ich
kurz davor war, umzukippen. Also doch die lange Autofahrt nach East
London und dort wurden wir gut versorgt.
Die Tatsache, dass Ntosh
uns persönlich zum Arzt gefahren hat, hat mir wieder einmal gezeigt,
wie sehr die Leute hier in Berlin auf uns aufpassen und sich um uns
kümmern.

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